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Zeichen und Symbole im katholischen Gottesdienst

Einführung

Eine Fülle von Zeichen, Symbolen, Haltungen und Bräuchen hat sich in der Kirche entwickelt. Viele von ihnen sind uns fremd geworden, viele haben wir vernachlässigt und vergessen. Gewiss müssen wir unsere Aus-drucksformen darauf prüfen, ob sie ausdrücken, was uns bewegt. Der Verlust leibhaften Ausdrucks oder der Verzicht darauf sind jedoch nicht Verinnerlichung, sondern Gefährdung der Frömmigkeit. Eine nur innerliche Frömmigkeit ist ... keine christliche Frömmigkeit; vielmehr muss der ganze Mensch beteiligt sein, wenn wir uns Gott zuwenden.
Wir Menschen sind eine Einheit von Leib und Seele, von Materie und Geist. Geistiges Leben wird immer begleitet von leiblichen Komponenten, Leibliches sollte immer durchgeistigt sein. Dies gilt vor allem für das religiöse Leben, insbesondere für den Gottesdienst der katholischen Kirche.
Noch vor wenigen Jahren maß man der Symbolik in der Liturgie wenig Bedeutung zu, witterte in ihr Gefahren der Magie und des Irrationalen, und das Wort 'Ritual' hatte negative Bedeutung: sinnlose und unverständliche Handlungen. Das ist inzwischen grundlegend anders geworden. Die Verhaltensforschung hat die existentielle Bedeutung des Rituals für alle Gemeinschaften von Lebewesen entdeckt, und auch die Literatur unserer Tage zeigt ein wachsendes Interesse an Fragen aus diesem Zusammenhang.
Die nachfolgenden Seiten möchten eine Hilfe für christliches Leben in Gottesdienst und Alltag sein. Wenn hier auch bei der Vielzahl heiliger Zeichen und Symbole eine gewisse Auswahl und Umfangbeschränkung notwendig ist, bieten sie dennoch einen hohen Gehalt an Informationen und liefern darüber hinaus Anregungen zur Meditation.