Fränkischer KunigundenwegStreckenlänge: 106 km Start: Kaiserdom Bamberg Ziel: Kunigundenkapelle auf dem Altenberg Der Weg führt offiziell von Aub/Unterfranken nach Bamberg. Natürlich kann man ihn auch entgegengesetzt erwandern. Die Wegmarkierung zeigt eine blaue stilisierte Dom-Silhouette auf weißem Grund. Unsere Wanderung beginnt auf dem Domplatz in Bamberg und kann bequem in 5 Etappen gegangen werden. Unsere Vorschläge:
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| Wegmarkierung Kunigundenweg |
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Etappe 1: Bamberg - Burgebrach 18 km Etappe 2: Burgebrach - Burghaslach 23 km Etappe 3: Burghaslach - Scheinfeld 19 km Etappe 4: Scheinfeld - Bullenheim 23 km Etappe 5: Bullenheim - Aub 24 kmBevor wir unsere erste Wanderetappe beginnen, sollten wir es nicht versäumen den Dom zu besuchen und uns mit einem Fürbittgebet zur heiligen Kunigunde den Segen für unsere Wanderschaft einzuholen. Denn das Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde stehen für den Beginn des Bistums Bamberg. An Kunigunde erinnert eben unser Pilgerweg.
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| Der Kunigundenweg - 106 km von Bamberg nach Aub |
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Auf gut 100 km führt uns nun der Weg von Bamberg nach Aub - und durchmisst damit die heutige Erz-diözese. Auf der Wegstrecke wechseln sich kleine fränkische Städte, Dörfer, Wiesen und Wälder mit Weinbergen ab. Früher gingen wohl Treiber und Bauern, die aus ganz Franken Abgaben zum Kloster Michelsberg oder zum Domstift Bamberg brachten, den Kunigundenweg. Die Hl. Kunigunde benutzte diesen Weg, auch „Eselsweg“ oder „Grasweg“ bezeichnet, zum Ausritt in Ihre Ländereien. In die Fußstapfen der hl. Frau traten dann im Laufe der Jahrhunderte viele Pilger und Wanderer, die zum Grab des hl. Kaiserpaares im Bamberger Dom pilgerten. Man besuchte dabei gewöhnlich auch andere Heiligtümer und besonders solche Kirchen, die St. Kunigund geweiht waren. Heute machen sich vor allem Wanderer und auch Radfahrer auf, diesen historischen Weg zu entdecken, bei dem alle drei fränkischen Regierungsbezirke berührt werden.Wir gehen vorbei an der Alten Hofhaltung, St. Micha-el, St. Getreu auf dem sog. Remeisweg hinauf in den Michaelsberger Wald. Dort folgen wir dann der Wegmarkierung. Zu entdecken gibt es viel auf unserem Weg. Zum Beispiel die Figur des heiligen Rochus im Pilger-gewand, die aus der Riemenschneider - Werkstatt stammt und in der Mühlendorfer Pfarrkirche steht. Oder die alte Brücke mit den sieben Heiligenfiguren, die sich bei Grasmannsdorf über die Rauhe Ebrach spannt. Wer den Wald mag, kann den Waldlehrpfad bei Schlüsselfeld gehen. Kulturbeflissene sollten das Goethesche Schauspiel "Götz von Berlichingen" vor der Tour lesen, schließlich ließ der große Dichter das Stück in einer Herberge in Schwarzen-berg beginnen. Hier steht auch das Schloss Schwarzenberg, das zu den kunstgeschichtlich bedeutendsten Schlossanlagen in Franken zählt. Wer lieber hoch hinaus will, sollte den Aussichts-turm auf dem Iffigheimer Berg besteigen. Von hier aus kann man den ganzen Steigerwald überblicken. Wenig später, beim Abstieg nach Bullenheim, endet der Wald. Hier wird Wein kultiviert - eine Tradition, die bis ins achte Jahrhundert zurückreicht. Endlich am Ziel? Aub hat einige Persönlichkeiten, auf die es stolz sein kann. Da wäre etwa Kaspar Bausewein, der unter König Ludwig II. Hofoper- und Kammersänger in München war. Oder Johannes Böhm, der als Begründer der wissenschaftlichen Volkskunde gilt. Nach einem Bummel durch den mittelalterlichen Stadtkern steht das Ziel des Kunigundenwegs noch aus: Ein Besuch der Kunigundenkapelle bei Burger-roth. Hier schließt sich der Kreis. Kunigunde empfängt den Pilger höchstpersönlich - ihre Figur thront im zentralen Doppelfenster des Gottes-hauses.
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| Barockfigur der hl. Kunigunde an der Unteren Brücke in Bamberg |
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Weitere Sehenswürdigkeiten entlang des Weges: Kunigundenkapelle in Kreuzschuh, Burgebrach (Rathaus mit Torbogen, Pfarrkirche und barocker Ölberg), Reichmannsdorf (Barockschloss von J. Dientzenhofer, 1704-09), Schlüsselfeld (Stadtbefestigung 15. Jh., Torturm, Amtshaus 1626, Rathaus 1715, spätgotische Pfarrkirche mit Hochaltar 1702, Marienkapelle), Fürstenforst (Schlösschen 17. Jh.), Burghaslach (Chorturmkirche mit Langhaus 17. Jh., Wasserschloss 16. Jh. mit Park), Kirchrimbach (neugotische Pfarrkirche 1903 und Chorturmkirche mit Fachwerkobergeschoss), Oberrimbach (gotische Wehrkirche 13. Jh., Gemeindehaus 17. Jh.), Klosterdorf (Kloster 1732 / 48 von B. Neumann), Schloss Schwarzenberg (ausgedehnte Renaissanceanlage erbaut 17. - 18. Jh.), Scheinfeld (Barockrathaus, kath. Stadtkirche 1711, Sebastianskapelle 1842, Ortsbild, 2 Tore), Aussichtsturm Iffigheimer Berg, Markt Bibart (kath. Pfarrkirche 17. Jh., Echterstil), Ruine Hinterfrankenberg 12. Jh. (1554 zerstört), Burg Vorderfrankenberg (Vierflügelanlage 13. Jh.), Ruine Kunigundenkapelle, Bullenheim Simultankirche (13. - 17. Jh.) und Rathaus (1583), Rodheim (zahlreiche Bildstöcke und Chorturmkirche), Hemmersheim (2 Kiliani-Kirchen ), Ruine Reichelsburg, Aub (Rathaus, Spital, Schloss, Stadtkirche, Stadtbefestigung). Internetadressen von Ansprechpartnern: www.in-franken-wandern.de Literatur: Stefan Fröhling und Andreas Reuss, Der Kunigundenweg zwischen Bamberg und Aub 

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