Kapelle WelkendorfIm Jahre 1886 wurde den Welkendorfer Bürgern von den Familien Johann Hoch, Andreas Thiem und der Gemeinde Treppendorf ein Grundstück vom 72 qm für den Bau einer Kapelle zur Verfügung gestellt. Unter Beteiligung von 16 Familien wurde dieses Bauvorhaben verwirklicht. Der Wert des Grundstücks für die Kapelle wurde mit 30 Mark angegeben. Am 20. Dezember 1888 wurde schließlich die Kapelle in „den renovirten Grundsteuer-Kataster der Steuergemeinde Treppendorf, Amtsgerichtsbezirk Hollfeld, Rentamtsbezirk Waischenfeld für den Besitz mit jeweils 1/16“ unter dem Namen der Katholischen Kirchengemeinde eingetragen. Alle mithelfenden Familien sind namentlich mit ihrem Anteil eingetragen. Die Kapelle wurde dem hl. Kaiser Heinrich und der hl. Kaiserin Kunigunde geweiht. Wie sparsam in den ersten Jahren gewirtschaftet werden musste, belegen die ersten Kassenberichte aus den Jahren 1893 – 1896. So standen den Gesamteinnahmen von 44,69 M in diesem Zeitraum Ausgaben von 44.50 M gegenüber, sodass über einen Zeitraum von vier Jahren ein Überschuss von 0,19 M verblieb. Dies war aber nur möglich, weil ein unbekannter Spender im Jahr 1893 eine Spende von 17 M einbrachte. Im Jahr 1909 war es letztendlich eine Anweisung des Königlichen Amtsgerichtes, dass für den Unterhalt und „Betrieb“ der Kapelle ein Kapellenverein gegründet werden musste, der es sich zur Aufgabe macht, die Kapelle zu unterhalten. Die erste Vorstandschaft setzte sich zusammen wie folgt: 1. Vorsitzender Bürgermeister Josef Keilholz 2. Vorsitzender Johann Neuner Kassier Andres Herbst Schriftführer Adam Lang. Die Kapelle in ihrer jetzigen Form entstand 1937 durch den Anbau des Altarraumes und der Sakristei. Der Grund dafür wurde von Katharina Thiem zur Verfügung gestellt. Im Laufe des Bauvorhabens wurden die Eigentumsrechte der ehemaligen Besitzer grundbuchamtlich abgetreten, sodass sich die Kapelle im alleinigen Besitz des Kapellenvereins befindet. 1941 wurde auch die Kapelle in Welkendorf von den Kriegswirren berührt. Die Glocke wurde aus dem Dachreiter entfernt und eingeschmolzen, um neues Kriegsmaterial zu beschaffen. 1950 war dann der alte Turm so baufällig, dass er ersetzt werden musste und die Kapelle bekam im Zuge dieser Maßnahme wieder eine neue Glocke. In den folgenden 24 Jahren war es sehr ruhig um die Welkendorfer Kapelle, bis 1974 eine Totalrenovierung folgte (neuer Dachstuhl, neuer Innenputz, neue Bestuhlung, neue Heizung etc.). Im Grunde blieben nur der Altar und die Sakristei und die Außenmauern erhalten. Diese Baumaßnahme war nur durch die sehr große Spendenbeteiligung der Bürger des Wässerer Grundes möglich. Bei dieser Umgestaltung wurde wieder eine neue Glocke mit einem elektrischen Läutwerk angebracht. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Glocke per Hand täglich von Georg und Hans Thiem geläutet. Die letzte bauliche Veränderung erfuhr die Kapelle 1998, als man ein Vordach an der Eingangstüre anbrachte. Im Torbogen dieses Vordaches ist ein Wort aus der Offenbarung des Johannes zu lesen: „Sehet die Wohnung Gottes unter den Menschen.“ Offb. 21,3 Damit sollte der Hoffnung Ausdruck verliehen werden, dass die Kapelle noch lange Zeit der aktive Mittelpunkt im religiösen Leben des „Wässerer Grundes“ sein wird. Verfasser: Gerhard Thiem Link zur Ministrantenaufnahmefeier 2007 Link zur Ministrantenaufnahmefeier 2008 Link zur Weihnachtsmette 2008 
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