Kapelle MoggendorfWer durch Moggendorf fährt, dem fällt die Kapelle des Ortes, direkt am Lauf der Wiesent gelegen, ganz unmittelbar ins Auge. Ein Schmuckkästchen ist dieses kleine Kirchlein, das der Gottesmutter geweiht ist. Liebevoll gepflegt und sogar mit einem gewissen Komfort ausgestattet, dient es den sonntäglichen Andachten und der monatlichen Eucharistiefeier am Dienstagabend als gottesdienstlicher Versammlungsraum. Natürlich hat die Moggendorfer Kapelle ihre Geschichte, eine Geschichte, die uns die Jugendlichkeit dieses kleinen Gotteshauses, im Vergleich mit unseren anderen Kirchen, vor Augen führt. Nach der Altenheimkapelle ist das Kirchlein von Moggendorf das zweitjüngste Gotteshaus in unserer Pfarrei. Im Mai 1960 wurde es von Dekan Kurt Weirather und Benefiziat Lorenz Ritter geweiht. Der Anlass für den Bau der Kapelle ist bemerkenswert. Zunächst einmal sollte ein Glockenturm an der Stelle gebaut werden, an der die Kapelle heute steht. Dieses Ansinnen hatte Johann Schrenker, der die Glocke samt Turm aus Dankbarkeit stiften wollte, weil sich seine chronische Krankheit gebessert und erträgliche Formen angenommen hatte. Andere Ortsbewohner schlossen sich diesem Beispiel an und boten ihre Beiträge zum geplanten Vorhaben an, ebenfalls aus Dankbarkeit, weil sie gesund aus dem 2. Weltkrieg heimgekehrt waren. So entstand aus der Absicht des Baues eines Glockenturmes dann das Vorhaben, eine Kapelle zu errichten, die das geistliche Zentrum des kleinen Ortes werden sollte. Um die Planung in die Tat umsetzen zu können, wurde ein Kapellenverein gegründet, dessen Leitung der damalige Bürgermeister Johann Wickles übernahm. Er organisierte den Bau der Kapelle, an dem sich dann auch die übrigen Haushalte der Dorfschaft finanziell beteiligten. So konnte die Kapelle ausgestattet werden mit den notwendigen Bänken, einem Altar und einer Statue der Gottesmutter; letztere war von Familie Böhmer, Moggendorf, gestiftet worden. Maria, die Mutter des Herrn, sollte die Patronin des Kirchleins sein. Später wurde noch für das Glöcklein ein elektrisches Geläut gestiftet, sodass ihr Klang nun drei Mal am Tag mit Pünktlichkeit zum Gebet des Angelus rufen kann. 1996 wurde eine elektronische Orgel gestiftet. Sie hat Frau Kunigunde Schrenker finanziert, eine Tochter des Initiators der Kapelle von Moggendorf, Johann Schrenker. Liebevoll gepflegt und geschmückt lädt die Kapelle zum Gebet und zum Verweilen ein. Jahrelang hat Frau Anna Schatz den Kirchenschmuck besorgt und für die Sauberkeit der Kapelle garantiert. Ihr gilt dafür, nachdem eine Krankheit sie an der Fortführung dieser Aufgabe hindert, ein herzliches Vergelt’s Gott. Der Vorbeterdienst wird von Frau Birgitta Wunder wahrgenommen und die Leitung des Kapellenvereins hat Herr Adolf Engert inne. Er ist seit Jahren Vorstand der Gemeinschaft, die sich um den Bestand und das Wohl der kleinen Kirche in Moggendorf sorgt. Das Kirchweihfest feiern die Moggendorfer und Höfener immer am letzten Sonntag im Mai. Möge die Kapelle von Moggendorf auch in Zukunft mit gleicher Liebe wie heute geistliches Zentrum für die Einwohner von Moggendorf und Höfen sein, Stätte des Gebetes und der Sammlung und Zeichen der Erinnerung an die Verheißungen Christi. Link zur Kirchweih am 28.05.2006 / 29.05.2006 mit Kreuzeinweihung

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